Gewerbekunden
Cyber-Versicherung — Schutz vor Hackerangriffen, Datenverlust und IT-Ausfall
Zuletzt aktualisiert:
Cyberangriffe sind längst kein Thema mehr nur für Großkonzerne. Kleine und mittelständische Unternehmen sind sogar häufiger betroffen — weil sie oft schlechter geschützt sind. Eine Cyber-Versicherung federt die finanziellen Folgen ab und hilft im Ernstfall mit Soforthilfe.
Kurz erklärt
Die Cyber-Versicherung schützt Ihr Unternehmen vor den finanziellen Folgen von:
Hackerangriffen (Ransomware, Phishing, DDoS)
Datenverlust und Datenschutzverletzungen (DSGVO!)
IT-Systemausfällen durch Cyberangriffe oder technische Fehler
Cyberbetrug (Social Engineering, CEO-Fraud)
Sie kombiniert Eigenschaden-Deckung (Ihr eigener Schaden) mit Drittschaden-Deckung (Ansprüche Betroffener gegen Sie) und bietet oft eine 24/7-Soforthilfe-Hotline mit IT-Forensikern.
Wer braucht sie?
Grundregel: Jedes Unternehmen, das IT nutzt — also praktisch jedes.
Branche | Besonderes Risiko |
|---|---|
Handel / E-Commerce | Kundendaten, Zahlungsdaten, Online-Shop-Ausfall |
Gesundheitswesen | Patientendaten (höchste DSGVO-Sensibilität), digitale Geräte |
Immobilienwirtschaft | Mieterdaten, Bankverbindungen, Hausverwaltungs-Software |
Handwerk | Zunehmend digitale Auftragssteuerung, Cloud-Nutzung |
Dienstleistung / Beratung | Kundendaten, Betriebsgeheimnisse, E-Mail-Kompromittierung |
Produktion / Industrie | Steuerungssysteme (OT), Produktionsausfall durch Ransomware |
Zum Einordnen: Schon ein einzelner Angriff kann bei kleinen und mittleren Unternehmen schnell hohe fünf- bis sechsstellige Kosten auslösen — für Forensik, Wiederherstellung, Ausfallzeit und Schadenersatz. Bei Ransomware-Angriffen auf größere Betriebe kann es auch deutlich mehr werden.
Was ist versichert?
Eigenschäden (Ihr Schaden)
Betriebsunterbrechung durch IT-Ausfall (entgangener Gewinn + fortlaufende Kosten)
Datenwiederherstellung — Kosten für Forensik, Wiederherstellung, Neuinstallation
Lösegeldzahlungen — bei Ransomware (in vielen Tarifen versichert, aber umstritten — FYNGO empfiehlt: immer mit Behörden abstimmen)
Krisenmanagement — PR-Beratung, Krisenkommunikation, Callcenter für Betroffene
IT-Forensik — Ursachenanalyse, Schadensbegrenzung, Beweissicherung
Drittschäden (Ansprüche anderer)
Datenschutzverletzung — DSGVO-Bußgelder (soweit versicherbar), Schadenersatz an Betroffene
Vertragsverletzung — Sie konnten Ihre Leistung wegen IT-Ausfall nicht erbringen
Weiterleitung von Schadsoftware — Sie haben einem Kunden unbewusst einen Virus geschickt
Soforthilfe (24/7)
IT-Notfall-Hotline — IT-Forensiker erreichbar rund um die Uhr
Juristische Erstberatung — was muss gemeldet werden? (DSGVO: 72-Stunden-Frist!)
Krisenkommunikation — Professionelle Hilfe bei der Kommunikation nach außen
Wo der Schutz endet
Vorsätzliche Handlungen des Versicherungsnehmers
Bereits bekannte Sicherheitslücken, die nicht geschlossen wurden
Schäden durch fehlende Basis-IT-Sicherheit (Obliegenheiten beachten!)
Reputationsschäden — langfristiger Imageverlust (schwer messbar, nicht direkt versicherbar)
Patentrechtsverletzungen, Wettbewerbsverstöße — separate Deckung nötig
Worauf sollten Sie achten?
Deckungssumme: Mindestens 500.000 € für KMU, bei größeren Betrieben: 2–5 Mio. € oder mehr
Betriebsunterbrechung: Ist der Ertragsausfall mitversichert? Wie lange? (Karenzzeit beachten!)
Obliegenheiten / IT-Mindeststandards: Viele Versicherer verlangen Basis-Maßnahmen (Firewall, Backups, Patch-Management, Mitarbeiterschulung). Werden diese nicht erfüllt, kann der Versicherer im Schadenfall kürzen.
Sublimits: Gibt es Obergrenzen für Teilbereiche (z. B. max. 100.000 € für Lösegeld)?
Rückwärtsdeckung: Sind Angriffe abgedeckt, die VOR Vertragsbeginn stattfanden, aber erst später entdeckt werden?
Cloud-Ausfall: Ist der Ausfall eines Cloud-Dienstleisters (AWS, Microsoft 365) mitversichert?
Die häufigsten Angriffsszenarien
Angriffstyp | So funktioniert es | Typischer Schaden |
|---|---|---|
Ransomware | Schadsoftware verschlüsselt Ihre Daten. Lösegeld wird gefordert. | 50.000–1.000.000 €+ (Lösegeld + Ausfall + Forensik) |
Phishing | Gefälschte E-Mail täuscht Mitarbeiter → Zugangsdaten gestohlen | Datenleck, Kontrollverlust, DSGVO-Meldepflicht |
CEO-Fraud | Täter gibt sich als GF aus, weist Zahlung an → Geld weg | 10.000–500.000 € direkte Zahlung |
DDoS-Attacke | Server wird mit Anfragen überflutet → Website/Shop offline | Umsatzverlust + Reputationsschaden |
Datenleck / Insider | Mitarbeiter oder Ex-Mitarbeiter stiehlt Daten | DSGVO-Bußgeld + Schadenersatz + Vertrauensverlust |
Hinweis: Eine Cyber-Versicherung ersetzt keine IT-Sicherheit — sie ergänzt sie. Ohne Basis-Schutzmaßnahmen wie Backup-Strategie, Patch-Management und Mitarbeitersensibilisierung bekommen Sie oft keinen Versicherungsschutz, oder der Versicherer kann im Schadenfall kürzen.
So hilft FYNGO
Risikobewertung: Wie groß ist Ihr Cyber-Risiko? (Branche, Datenvolumen, IT-Struktur)
Tarifvergleich: Wir finden die Cyber-Versicherung, die zu Ihrer Unternehmensgröße und Branche passt
Obliegenheiten-Check: Welche IT-Mindeststandards verlangt der Versicherer — und erfüllen Sie sie?
Kombination: Cyber + Betriebshaftpflicht + D&O — aufeinander abgestimmter Schutz für Ihr Unternehmen
Weiterlesen
Wir schauen uns das mit dir an.
Ob dein bestehender Vertrag das abdeckt, was hier steht, sagen wir dir in einem kurzen Gespräch. Der Einstieg ist kostenfrei — ohne Kosten, ohne Mindestlaufzeit.
Mehr aus dieser Rubrik
Flottenversicherung — so versichern Sie Ihren Fuhrpark richtig
Maschinenversicherung — Schutz für Ihre Produktionsanlagen
Cyber-Versicherung — Schutz vor Hackerangriffen, Datenverlust und IT-Ausfall
Betriebsunterbrechungsversicherung — wenn Ihr Betrieb stillsteht
D&O-Versicherung — persönlicher Schutz für Geschäftsführer und Vorstände
Betriebshaftpflichtversicherung — Grundschutz für jedes Unternehmen


