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Überversichert? Diese Policen brauchst du vielleicht nicht

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Älteres Paar bespricht Unterlagen mit einem Berater auf dem Sofa

Kurz gesagt: Die Faustregel lautet: Versichere nur, was dich ruinieren könnte. Handy, Brille, Reisegepäck und Sterbegeld kosten meist mehr, als sie je zahlen. Am teuersten ist die Restschuldversicherung. Bevor du kündigst, prüf auf Doppelungen — Auslandsreisekrankenschutz und Fahrraddiebstahl stecken oft schon in anderen Verträgen.

Viele Haushalte geben jedes Jahr eine Menge Geld für Versicherungen aus — und haben trotzdem keinen vollständigen Überblick über ihre Verträge. Das Ergebnis: Viele sind an der falschen Stelle überversichert — und an der richtigen unterversichert. Hier erfährst du, welche Versicherungen du wahrscheinlich nicht brauchst und wie du Geld sparst, ohne Schutz zu verlieren.

Die goldene Regel

Die goldene Regel: Versichere nur Risiken, die dich finanziell ruinieren könnten. Kleine Schäden, die du aus eigener Tasche zahlen kannst, musst du nicht versichern. Jede Police kostet Verwaltung, Gewinnmarge und Abschlusskosten — bei kleinen Schadensummen zahlst du fast immer drauf.

Diese Versicherungen sind oft überflüssig

Versicherung

Warum oft unnötig?

Besser so:

Handyversicherung

Hohe Prämie, viele Ausschlüsse (Displaybruch oft nicht gedeckt), kurze Laufzeit

Hülle + Displayschutz. Reparaturkosten selbst tragen.

Brillenversicherung

Prämie oft höher als eine neue Brille alle paar Jahre

Rücklage bilden. Brillen werden günstiger (Online-Optiker).

Reisegepäckversicherung

Erstattung oft nur zum Zeitwert, viele Ausschlüsse (Wertsachen!)

Wichtiges ins Handgepäck. Hausrat deckt teils Gepäck auf Reisen.

Sterbegeldversicherung

Hohe Kosten, niedrige Auszahlung. ETF-Sparplan bringt mehr.

Risikolebensversicherung oder Sparplan für Bestattungskosten.

Krankenhaustagegeld

Geringe Summen (10–30 €/Tag), Krankenhausaufenthalte werden kürzer

BU oder Krankentagegeld für echte Einkommenssicherung.

Insassenunfallversicherung

Mitfahrer sind in der Regel über die Kfz-Haftpflicht des Fahrzeugs abgesichert. Für dich als Fahrer bei einem selbst verursachten Unfall hilft sie aber nicht.

Statt Insassenunfall lieber einen Fahrerschutz im Kfz-Vertrag — er schließt die Lücke für dich als Fahrer.

Restschuldversicherung

Oft teuer im Verhältnis zur Leistung und mit vielen Einschränkungen. Verbraucherschützer raten meist ab.

Risikolebensversicherung oder BU separat abschließen — deutlich günstiger.

Glasversicherung (ohne große Fensterflächen)

Kleine Schäden, hohe Prämie im Verhältnis

Nur sinnvoll bei großen Fensterfronten, Wintergarten oder Ceranfeld.

Diese Versicherungen sind oft doppelt

Viele Leistungen sind in anderen Verträgen bereits enthalten:

  • Auslandsreise-KV — oft schon in der Kreditkarte, im Automobilclub oder in der PKV enthalten

  • Fahrrad-Diebstahl — oft in der Hausrat eingeschlossen (prüfen!)

  • Unfallversicherung und BU — überschneiden sich teilweise: Die BU leistet erst ab 50 % Berufsunfähigkeit (egal ob Unfall oder Krankheit), die Unfallversicherung schon bei geringerer Invalidität nach einem Unfall. Prüfen, ob beides zu deiner Situation passt

  • Rechtsschutz Verkehr — manchmal im Automobilclub-Beitrag enthalten

  • Haftpflicht — Partner sind im Familientarif oft mitversichert (prüfen, ob eine Police reicht)

Wann Überversicherung richtig teuer wird

  • Doppelte Haftpflicht: Zusammengezogen, aber beide zahlen noch Einzeltarife? → Einer reicht!

  • Alte Kapitallebensversicherung: Niedrige Rendite, hohe Kosten. Beitragsfrei stellen statt weiter einzahlen?

  • Zu hohe Hausrat-Versicherungssumme: Wohnung kleiner geworden? Kinder ausgezogen? Versicherungssumme anpassen!

  • Unfallversicherung + BU + Dread Disease + EU: Alles gleichzeitig? Wahrscheinlich Überschneidungen. Prüfen lassen!

Diese Versicherungen solltest du behalten

Bevor du kündigst — diese sind für die meisten unverzichtbar:

  • Privathaftpflicht — existenzschützend, ab rund 50 €/Jahr

  • BU / Arbeitskraftabsicherung — ohne Einkommen geht nichts

  • Krankenversicherung — gesetzliche Pflicht

  • Wohngebäudeversicherung — bei Eigenheim unverzichtbar

  • Kfz-Haftpflicht — gesetzliche Pflicht

  • Risikoleben — wenn Familie/Kredit abhängt

So machst du den Vertrags-Check

  1. Alle Verträge sammeln — Digital oder in einem Ordner. Welche Policen hast du?

  2. Doppelungen identifizieren — Sind Leistungen mehrfach abgesichert?

  3. Existenzrisiken prüfen — Sind die wirklich wichtigen Risiken abgedeckt?

  4. Kosten-Nutzen-Verhältnis — Stehen die Prämien im Verhältnis zum Risiko?

  5. Mit FYNGO besprechen — Wir machen den Check mit dir

So hilft FYNGO

Wir machen den Vertrags-Check für dich: Welche Policen hast du? Welche brauchst du? Wo gibt es Überschneidungen oder Lücken? Das ist genau das, wofür wir da sind — im Rahmen deiner Mitgliedschaft.

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Wir schauen uns das mit dir an.

Ob dein bestehender Vertrag das abdeckt, was hier steht, sagen wir dir in einem kurzen Gespräch. Der Einstieg ist kostenfrei — ohne Kosten, ohne Mindestlaufzeit.

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